Innovatives „LifeStockProtect “ Herdenschutz-Projekt eingereicht

Zum ersten Mal überhaupt haben sich landwirtschaftliche Organisationen – angeführt von BIO AUSTRIA, gemeinsam mit Bioland Südtirol, Bioland Bayern und aktiver Unterstützung der European Wilderness Society – mit der Unterstützung von Wissenschaftlern, Naturschützern und Herdenschutzexperten ein Herdenschutz-LIFE-Projekt für den deutschsprachigen Alpenraum entwickelt und eingereicht.

Dieses Projekt ist einzigartig, da die betroffenen landwirtschaftlichen Organisationen mit mehr als 16.000 Mitgliedern selbst die Initiative ergreifen, um zu demonstrieren, dass Herdenschutz in Anwesenheit von Wolf und Goldschakal in den Alpenregionen Europas möglich ist.

Das Projekt konzentriert sich auf die Erprobung und Demonstration wirksamer Herdenmanagement-Maßnahmen zum Schutz der Nutztiere. Erstmalig werden die größten Bio-Landwirtschaftsverbände selbst ihre Mitglieder in einem Peer-to-Peer-Format unterrichten und ausbilden. Die Bildungsaktivitäten des Projektes richten sich an Jugendliche, Schulen, Fachkräfte und die breite Öffentlichkeit, um zu zeigen, warum Schutz der Tiere notwendig und möglich ist. Das Projekt arbeitet mit interessierten Bürgern und Bürgerinnen zusammen, die sich mit dieser Thematik auseinandersetzen und ihr Wissen weitergeben wollen. Im Projekt liegt das Augenmerk auch auf dem Zusammenspiel von Herdenschutz und Tourismus. Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet und die Ergebnisse werden allen landwirtschaftlichen Betrieben zugänglich gemacht.

Sheepherding Switzerland © Ch-Wolf – © All rights reserved

Das Projekt hat ein starkes Konsortium von Partnern und Unterstützern, darunter Umweltorganisationen wie der Naturschutzbund Österreich und der Umweltdachverband Österreich. Forschungskompetenzen werden von EURAC Research und der Freien Universität Bozen bereitgestellt. Der Tourismusverband Tiroler Oberland und EUROPARC Federation fokussieren touristische Aspekte. Die Information der Öffentlichkeit erfolgt über den Tierpark Buchenberg und das Naturmuseum Südtirol. Die Herdenschutz Aus- und Weiterbildungsprogramme werden von ELIANTE, Schafbüro Bayern, Bioland Bayern und Bioland Südtirol unter der Gesamtprojektleitung von BIO AUSTRIA und der European Wilderness Society durchgeführt.

Möchten und können Sie auch einen Beitrag leisten?

Die Projekt-Evaluierung findet noch in diesem Jahr statt. Es besteht weiterhin die Möglichkeit für neue Partner, sich diesem innovativen Herdenschutz-Life-Projekt anzuschließen. Wenn Ihre Organisation in den deutschsprachigen Alpen Österreichs, Deutschlands und Italiens teilnehmen möchte, kontaktieren Sie die Projektleitung über info@herdenschutz.info.

Dies ist für Sie vermutlich auch interessant

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: